Vampyrisches Erwachen – Eine wilde Reise

Tropfen, der in Blutlache fällt

Vampyrisches Erwachen meint ein Konzept innerhalb der realvampyrischen Community, das man am besten als „sich-gewahr-werden“ beschreiben kann. Vampyre werden folglich nicht gemacht, sondern als solche geboren. Zumindest verfügen sie über eine entsprechende emotionale und verhaltenstypische Veranlagung, wobei hier nicht von einer neuen Spezies die Rede ist. Viel eher meint es ein bestimmtes Mindset, besondere Erfahrungen, die gemacht wurden und eben die oftmals nicht weiter erklärbare Lust auf Blut oder ein Drang nach Energieaufnahme. Diese Faktoren führen schließlich für gewöhnlich dazu, dass man sich dem Thema Vampyrismus annähert.

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Das Tier im Vampyr

Im Vampyrismus gibt es ein Konzept zum Drachen/Biest/Tier im Selbst eines Vampyrs. Wir tauchen hierbei tief in die spirituell-mythologischen Ansätze des vampyrischen Selbstverständnisses ab. Um Verwechslungen mit dem Konzept vom Jung´schen Schatten zu vermeiden: Es geht nicht um verdrängte Inhalte, die sich in einer Form verselbständigen.

Ein Bsp.: Jemand, der als Kind von den Eltern vernachlässigt wurde, klammert heute – er wird das Problem womöglich lösen, wenn er sich diesem Schatten, also dieses verdrängten Zustandes bewusst wird. Hier könnt ihr mehr über das Konzept des Schattens lesen: Der Mensch und seine Symbole

Hier geht es vielmehr um einen dem Vampyr oftmals bewussten dunklen Anteil der eigenen Persönlichkeit, der nicht immer moralisch denkt und der durchaus auch denjenigen selbst erschrecken kann. Ein Bsp auch hierfür: Der Nachbar nervt mit lauter Musik. Man überlegt, wie man ihm schaden könnte (ohne es dann jedoch zu tun – bestenfalls!). Je nachdem welche Gewaltphantasie man nachgeht, kann man schon mal darüber erschrecken, was da so in einem vorgeht.

Ich denke, jeder spürt diese wilden, dunklen Anteile in sich – es redet nur niemand darüber, denn wir sind soziale Wesen, die Akzeptanz in der Gesellschaft benötigen, um überleben oder uns zumindest wohlfühlen zu können.

Mit diesem Vorwort im Hinterkopf wage ich mich nun an eine Deutung des Konzeptes.

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Wahrnehmungsshifts

Shift

Mein Atem geht langsamer und tiefer. Meine Haltung hat sich verändert. Ich recke das Kinn vor, als wollte ich eine Fährte aufnehmen. Meine Muskulatur fühlt sich geschmeidig an, ich spüre die ihr innewohnende Stärke. Ich bin zugleich entspannt und fokussiert.

Mein Blick verliert an Schärfe, ich nehme dafür mein äußeres Sichtfeld wahr, die feinen Härchen auf meinen Wangen stellen sich auf, erspüren jeden Windhauch.

Mir läuft das Wasser im Munde zusammen… ich sehe Blut.

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Blutdurst

Durst, Hunger, Verlangen – eine Einführung

Das eine, das uns eint.

 

Neben allem, was wir definitorisch möglicherweise nicht teilen, ist der Durst/Hunger eine maßgebliche Komponente.

Dieser Durst, der für mich durchaus klar umrissene Konturen hat und der sich sehr deutlich äußert, war eine meiner beobachteten Auffälligkeiten, die mich zum Thema Vampyrismus geführt haben. Der Durst äußert sich hier von Vampyr zu Vampyr unterschiedlich.

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